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Die finnische Sauna: Geschichte und Tradition
Das Wort «Sauna» ist finnisch – und in Finnland gehört die Sauna bis heute zum Alltag. Wie sie entstanden ist, was «Löyly» bedeutet und wie die Sauna zu uns kam.
Stand: September 2026 · unabhängiger Ratgeber, Quellen verlinkt

Heute heizt man die finnische Sauna mit Holz- oder Elektroofen. Welcher Ofen passt zu Ihrer Gartensauna?
Ratgeber Holz- oder Elektroofen →Steckbrief
| Herkunft | Finnland |
|---|---|
| Temperatur | meist 80–90 °C, möglich sind 80–110 °C |
| Luft | trocken, beim Aufguss (Löyly) kurz feucht |
| Heizung | Ofen mit Steinen (Kiuas): Holz, Strom oder als Rauchsauna |
| Kulturerbe | UNESCO, seit 17. Dezember 2020 |
Woher die Sauna kommt
«Sauna» ist ein altes finnisches Wort. Es bezeichnet sowohl das Bad als auch das Gebäude. Die frühesten finnischen Saunas waren Gruben, die in einen Hang gegraben wurden und im Winter auch als Behausung dienten. Später entstanden Blockhütten aus Holz, beheizt mit einem Steinhaufen – die Rauchsauna, wie sie das Gemälde von Eero Järnefelt oben zeigt.
Die Sauna war lange mehr als ein Bad: Sie war der Raum mit heissem Wasser und galt als besonders sauber. Überlieferungen zufolge wurde beim Bau eines neuen Hofs zuerst die Sauna errichtet, und Kinder kamen dort zur Welt.
Geschichte in Stichworten
- FrühzeitIn einen Hang gegrabene Gruben, im Winter zugleich Wohnstätte.
- RauchsaunaBlockhütte ohne Kamin: Ein Steinhaufen wird stundenlang mit Holz geheizt, danach wird der Rauch abgelassen.
- KaminsaunaEin Ofen mit Kamin macht das Heizen einfacher – die Holzofen-Sauna.
- 1936Das Olympische Dorf der Spiele in Berlin hat eine Sauna.
- 1938In Finnland entsteht der erste fabrikgefertigte Elektro-Saunaofen – der Anfang der Elektrosauna.
- Nach 1945Die Sauna verbreitet sich in Deutschland und Österreich; 1949 wird der Deutsche Sauna-Bund gegründet.
- Ab den 1950er-JahrenDie öffentlichen Saunas verschwinden weitgehend aus den finnischen Städten – heute werden wieder neue gebaut.
- 2020Die finnische Saunakultur wird am 17. Dezember in die UNESCO-Liste des immateriellen Kulturerbes aufgenommen.
Löyly: der Aufguss
Das Herz der finnischen Sauna ist der Löyly – der Dampf, der entsteht, wenn Wasser auf die heissen Steine des Ofens (Kiuas) gegossen wird. Die UNESCO beschreibt die Saunakultur als Verbindung von körperlicher Reinigung und innerer Erholung. Welche Ofenart man nutzt – Holz, Strom oder Rauch –, ist dabei zweitrangig: Die Tradition kennt keine «richtigere» Sauna.
Sauna in Zahlen
Finnland zählt laut der UNESCO-Nominierung rund 3,3 Millionen Saunas bei 5,5 Millionen Einwohnerinnen und Einwohnern. Wissen und Bräuche werden vor allem in Familien, an Universitäten und in Sauna-Vereinen weitergegeben.
Die finnische Sauna im eigenen Garten
Fast alle Gartensaunas in der Schweiz sind finnische Saunas: trockene Hitze um 80 bis 90 °C, dazu Aufgüsse. Die Form ist frei – als kompakte Fass-Sauna oder als Saunahaus mit Vorraum. Entscheidend ist der Ofen: Lesen Sie unseren Vergleich Holz- oder Elektroofen und prüfen Sie früh die Baubewilligung in Ihrem Kanton.
Steht die Sauna im Garten, regelt jeder Kanton die Baubewilligung anders – zum Beispiel St. Gallen, Tessin und Wallis. Übersicht aller 26 Kantone: Baubewilligung.
Heute heizt man die finnische Sauna mit Holz- oder Elektroofen. Welcher Ofen passt zu Ihrer Gartensauna?
Ratgeber Holz- oder Elektroofen →Weitere Sauna-Typen: Rauchsauna · Holzofen-Sauna · Elektrosauna · Fass-Sauna · Saunahaus · Infrarotkabine · Biosauna · Dampfbad · Kelo-Sauna · Kota-Sauna · Mobile Sauna
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