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Römische Thermen: Schwitzen in der Antike
Die Römer machten das Baden zur Kultur: grosse Thermen mit warmen, heissen und kalten Räumen, beheizt von einer ausgeklügelten Fussbodenheizung. Auch in der heutigen Schweiz gab es sie.
Stand: September 2026 · unabhängiger Ratgeber, Quellen verlinkt

Die Römer kannten den Wechsel von warm und kalt und das Ausruhen danach – ähnlich wie ein Saunahaus mit Vorraum und Ruhebereich.
Ratgeber Saunahaus →Steckbrief
| Zeit | römische Antike |
|---|---|
| Räume | Apodyterium (Umkleide), Tepidarium (warm), Caldarium (heiss), Frigidarium (kalt), Laconicum (trockener Schwitzraum) |
| Heizung | Hypokaust – heisse Luft unter dem Boden und in Hohlziegeln der Wände |
| Grösse | Diokletiansthermen in Rom für bis zu 3'000 Badende |
| In der Schweiz | z. B. Augusta Raurica (Augst BL / Kaiseraugst AG) |
Der Rundgang durch die Thermen
Ein Besuch folgte meist einer Reihenfolge: Nach dem Umziehen im Apodyterium ging es ins warme Tepidarium, dann ins heisse Caldarium mit Dampf und heissem Becken und schliesslich ins Frigidarium mit kaltem Becken. Danach liess man sich im Tepidarium mit Öl massieren und mit einem Schaber (Strigilis) reinigen.
Das eigentliche Schwitzbad war das Laconicum: ein trockener Schwitzraum, heisser als das Caldarium. Es soll von Agrippa in Rom eingeführt worden sein. Manche Thermen hatten zusätzlich ein feuchtes Schwitzbad, das Sudatorium.
Die Heizung: das Hypokaust
Die Wärme kam von unten. Ein Ofen (Praefurnium) leitete heisse Luft in einen Hohlraum unter dem Boden, der auf kleinen Pfeilern stand – wie auf dem Foto oben. Durch Hohlziegel in den Wänden stieg sie nach oben. Der Name kommt aus dem Griechischen: «unten» und «brennen».
Geschichte in Stichworten
- 1. Jh. v. Chr.Agrippa soll das Laconicum in Rom eingeführt haben.
- 216 n. Chr.Die Caracalla-Thermen in Rom werden fertiggestellt.
- 354 n. Chr.Rom zählt 952 Bäder unterschiedlicher Grösse.
- Nach der AntikeIn der islamischen Welt leben die Thermen im Hammam weiter.
Mehr als Körperpflege
Das Bad war für die Römer ein Ort der Begegnung: Sport, Körperpflege, Gespräche und Erholung gehörten zusammen. Im Bad waren die Gäste meist nackt – die Kleidung, die sonst den Stand zeigte, blieb draussen. Öffentliche Bäder gehörten zu den ersten Bauten in neu eroberten Gebieten.
Römische Bäder in der Schweiz
In der Römerstadt Augusta Raurica bei Basel (Augst BL / Kaiseraugst AG) können Sie Reste römischer Badeanlagen besichtigen, darunter die Rheinthermen in Kaiseraugst. Das Freigelände ist frei zugänglich.
Und im eigenen Garten?
Die Idee der Römer – warm, heiss, kalt, ausruhen – passt gut zur Gartensauna: ein Saunahaus mit Ruhebereich, eine Dusche oder ein Tauchbecken zum Abkühlen und ein guter Standort nahe am Haus.
Die Römer kannten den Wechsel von warm und kalt und das Ausruhen danach – ähnlich wie ein Saunahaus mit Vorraum und Ruhebereich.
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